Aikido ist eine japanische Kampfsportart welche defensiv ausgeübt wird. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie vom Großmeister Morihei Ueshiba geschaffen. Ende der 1920er Jahre hielt Ueshiba in Tokyo ab, 1941 wurde der Begriff des Aikodo erstmals erwähnt. Aikodo vermittelt durch die Abwehr- und Sicherungstechniken eine defensive und verantwortungsbetonte geistige Haltung. Es werden keine offensiven Angriffstechniken gelehrt, dass ist das Besondere dieser Kampfkunst. Ziel ist es den Gegner vorübergehend angriffsunfähig zu machen (Absicherung), ohne ihn dabei schwer zu verletzen.
Dabei spielen bestimmte Haltetechniken und Wurfformen eine wichtige Rolle, so z.B. der Hebelwurf, welcher in eine Haltetechnik überführt wird, der reine Hebelwurf und der Wurf ohne Hebel. Die jeweiligen Würfe beruhen auf dem Zusammenspiel der Kräfte. Kraft wird nicht der gegnerischen Kraft entgegengesetzt, sondern sie wird vereint und zu eigenen Gunsten verwendet und wird mit Umlenkbewegungen ausgeführt. Schlagtechniken sind in dieser Kampfkunst ausgeschlossen, da sie nicht den Prinzipien des Aikido entsprechen. Die Kampfkunst ist ähnlich wie Karate und Judo mittlerweile auch in Deutschland bekannt und verbreitet und in vielen Städten erlernbar. Personen, welche Aikido erlernen gehen statt zum Training oder zur Übung zum Keiko, was so viel wie "sich an vergangenes erinnern" bedeutet. Diese Bedeutung hat einen doppelten Sinn, zum einen sollte sich bei der Keiko-Stunde an bereits erlerntes erinnert werden, zum anderen ist dies eine Geste, der alten, vergangenen Zeit zu gedenken aus der das Aikido und seine Formen stammen. Da Aikido im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Gegner ausgeübt wird und mit diesem eine Harmonie eingegangen wird, ist es praktisch unmöglich sich diese Kampfkunst selber beizubringen. Was man im Vorfeld erlernen kann sind einige Basics, wie z.B. sauberes Rollen und Fallen wodurch man einen kleinen Vorsprung den anderen Anfängern gegenüber erreichen kann.
Doch Aikido steigert nicht nur die Beweglichkeit, sondern auch die Reaktion- und Konzentrationsfähigkeit, fördert die Koordination und macht Spaß. Aikido ist also eine Sportart, die den gesamten Körper und auch den Geist fit macht und fit hält und auch für "unsportliche" Menschen geeignet ist. Die Kampfkunst kann somit praktisch von Jedem/Jeder ausgeführt werden - sie kennt keine Altersgrenzen und auch keine Gewichtsklassen und ist somit geeignet für Männer als auch für Frauen.