Alternativen zum Kickboxen

Kickboxen ist eine Kampfsportmöglichkeit, die das Schlagen von Händen und Füßen mit dem konventionellen Boxen verbindet. Nicht einheitlich geregelt sind die Ausführungen der Schläge, Tritte und ob ein Gegner gehalten werden darf oder nicht. Allerdings sind sich alle Verbände weltweit einig, dass das Schlagen auf den Rücken, das Schlagen des Gegners, wenn er auf dem Boden liegt und das Werfen des Gegners verboten ist. Wem diese Mischform der Kampfsportkunst zu wenig spektakulär in den Bewegungsabläufen ist, kann sich über eine Menge anderer Angebote in diesem sportlichen Bereich informieren. Eine der am häufigsten frequentierten Alternativen ist Karate. Diese Kampfkunst lässt sich bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Diese ebenfalls waffenlosen Techniken bestehen in erster Linie aus Schlag-, Stoß-, Tritttechniken und den sogenannten Fußfegetechniken. Hebel und Würfe, sowie Würgegriffe und Nervenpunkttechniken werden ebenfalls gelehrt.
 
Eine weitere sehr beliebte Kampfsportkunst ist die in westlichen Ländern als Kung-Fu bekannte Kampfkunst. Diese Variante geht auf buddhistische Mönche des Shaolin Klosters zurück oder auf die Kampfkünste der daoistischen Mönche aus den Wudang Bergen. In erster Linie diente das Kung-Fu zur Selbstverteidigung, wurde aber auch zur Meditation, zur Fitness und zur Gesundheitspflege eingesetzt. Hier werden auch, im Gegensatz zu den anderen o. g. Kampfsportarten, unterschiedliche Waffen eingesetzt. Ebenfalls interessant sind die unterschiedlichen Stile innerhalb des Kung-Fu. Primär wird zwischen äußeren und harten und inneren und weichen Stilen unterschieden. In den äußeren Stilen wird viel Wert auf Geschwindigkeit, Geschicklichkeit und Stärke gelegt und in den inneren Stilen eher auf einen weichen, passiven Widerstand. In China selbst wird ferner zwischen nördlichem und südlichem Stil unterschieden. Der nördliche Stil beinhaltet weite Bewegungen, schnelle Läufe, Sprünge und hohe Tritte. Der südliche Stil hat kurze und explosive Bewegungen und dabei weinig Lauf- und Sprungbewegungen. Ästhetisch anzusehen sind beide Stile, da die Bewegungen harmonisch aufeinander abgestimmt sind.

Außer diesen allgemein am bekanntesten Kampfsportarten gibt es unzählige mehr, auch sogenannte Mischformen. Eine besondere Stellung nimmt sicher das Nahkampfsystem der israelischen Armee ein, das Krav Maga, welches auch ein Überbegriff für verschiedene zivile Selbstverteidigungssysteme ist. Hier geht es in erster Linie darum, eine sichere Methode zu erlernen, um sich gegen Gewalt in jeder Form behaupten zu können.

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