Alternativen zum Sumo

Sumo ist eine Form des Ringkampfes, die ihren Ursprung in Japan hat. Die Kämpfe finden innerhalb eines sandbedeckten Kreises statt. Begrenzt wird dieser durch ein Seil, in der Regel aus Reisstroh. Den Zweikampf gewonnen hat derjenige, der es schafft, seinen Gegner aus dem Kreis zu drängen oder zumindest für Kurze Zeit so sein Gleichgewicht zu stören, dass er, um nicht zu Fallen, den Boden wenigstens mit den Fingerspitzen berühren muss. Erlaubt sind dazu Schieben, Schleudern, Werfen oder auch das Überlisten des Gegners. Auch einige Techniken mit Ursprung im Judo sind dabei aktuell durch den japanischen Sumoverband erlaubt. Mit den Fäusten zu schlagen, zu treten oder etwa an den Haaren zu ziehen ist jeodch verboten. Da ein typischer Sumo-Kampf meist innerhalb weniger Sekunden beendet ist, finden bei einem Turnier häufig mehrere hundert Kämpfe statt.
Bereits in Schriften aus dem Jahre 712 wird Sumo zum ersten Mal erwähnt. So kommt es, dass diese Form des Ringkampfes in Japan nicht nur sehr traditionell ist, sondern gleichzeitig auch eine enorme Vielfalt an Zeremonien und Gebräuchen aufweisen kann. Dies betrifft vor allem den Beginn des Kampfes und damit das Betreten des Ringes. Häufig beginnt ein Sumokampf damit, dass von beiden Gegnern Salz in den Ring geworfen wird.Diese symbolische Reinigung ist ebenso gebräuchlich, wie das Spülen des Mundes. Wohl kaum eine andere Sportart wird auch heute noch in seiner nahezu unveränderten Ursprungsform zelebriert. Nicht wenige Rituale und Ettikette des Sumo wurden genauso auch bereits vor mehreren hundert Jahren durchgeführt.

Eine Einteilung in verschiedene Gewichtsklassen ist für uns bei Kampfsportarten völlig selbstverständlich. Im Sumo dagegen ist eine solche Unterteilung absolut ungebräuchlich. Nicht selten stehen sich so zwei Gegner mit beträchtlichen Gewichtsunterschieden gegenüber. Selbstverständlich gehören auch Frauen zur Fangemeinde des Sumo-Sports und auch in der Geschichte spielten und spielen Frauen immer wieder bedeutende Rollen. Allerdings dürfen selbst hochrangige und bedeutende Frauen im Bereich des professionellen Sumo nicht einmal den Ring betreten. Wegen der Regelblutung gelten sie als unrein, aus diesem Grund wird ihnen dieses Privileg verwehrt. Im Amateurbereich und außerhalb Japans gibt es jodoch auch einige weiblich Sumoringerinnen.

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