Bei Escrima handelt es sich um eine Kampfsportart von den Philippinen. Sie wurde einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich als sie sich für vierzehn Jahre im Programm des Südostasienspiele befand. Dabei firmierte sie unter dem Synonym Arni. Mittlerweile wurde die Kampfsportart zum Nationalsport ernannt. Beim Escrima bedient man sich Waffen. In der Ausbildung liegt der Schwerpunkt daher auf dem Erlernen einer Stock-und Klingentechnik. Es werden diverse Waffen und Werkzeuge im Escrima instrumentalisiert wie etwa Doppelschwert, Speer, Schwert mit Schild und Messer, aber auch Stöcke, wobei es sich traditioneller Weise um solche aus Rattan handelt. Daneben existieren auch Formen ohne eine Handhabung von Waffen, wo der Kämpfer sich Ringtechniken, Boxkampf oder verschiedene Kicks zu Nutze macht.
Auch beim Escrima existieren unterschiedliche Grade entsprechend der Ausbildungsstufen. Man unterscheidet zwischen einerseits den Schülergraden, den Kyus, und Ausbildergraden, den Dans, andererseits. Für den ersten Kyu muss der Schüler in freier Technik Stockangriffe abwehren können, des Weiteren gegen Faust-und Fussangriffe verteidigen sowie Hebel-und Kontrolltechniken beherrschen. Es wird im Freikampf oder Anyo geprüft. Die Kleidung besteht aus roter Hose und schwarzem T-Shirt. Beim zweiten Kyu kommen Entwaffnungsübungen hinzu, man trägt eine schwarze Hose, ein weißes Shirt mit einem blauen Aufdruck. Auf der Stufe des dritten Kyu kommen variablere Schlagübungen dazu. Es geht um Universalabwehr und Konter.
Darüber hinaus werden sowohl Stockdrill als auch der Einsatz der waffenlosen Hand vorausgesetzt. Der Schüler im dritten Kyu wechselt die Farbe des Aufdruck zu grün. Der Schülergrad des vierten Kyu setzt vor allem die Beherrschung der Sinawalitechniken voraus, insbesondere im Doppelstocksinawali. Des Weiteren werden die Abwehrtechniken durch Blocks, Konter und Entwaffnung verfeinert. Die Farbe des Aufdruck verändert sich, der Schüler hat einen orangfarbenen Aufdruck. Beim fünften Kyu liegt der Fokus noch einmal auf den Schlagübungen und Angriffsformen. Abwehr und Konter werden harmonisiert. Der Absolvent der Prüfung trägt nun ein weißes T-Shirt mit gelbem Aufdruck. Zwischen den Prüfungen liegen fest geschriebene Zeiträume und Lehrgänge. Die Meistergrade werden nach dem japanischen Budo-Standard im Dan gezählt. Die ersten fünf Dans zeichnen sich durch einen schwarzen Gürtel aus, die folgenden drei Dans durch rot und weiß, bevor die letzten beiden Dans sich durch rote Gürtel abheben.