Boxen

BoxenBoxen gehört zu den ältesten Kampfsportarten der Welt und stellt mit seinen Schlagtechniken auch die Grundlage für viele andere Kampfsportarten dar. Während die Ursprünge des Boxens in die Zeit 3000 v. Chr. zurückgeführt werden können, ist der moderne Boxsport etwa im 18. Jahrhundert entstanden. Die Grundregeln des Boxens sind relativ einfach: Die Kampfhandlungen sind rein auf den Faustkampf beschränkt. Zudem müssen die Fäuste bei jedem Schlag geschlossen bleiben, so das zum Beispiel Schläge mit der Handkante oder der Handfläche nicht erlaubt sind. Weiterhin ist auch die Trefferfläche fest definiert: Sie umfasst den Vorderkopf, den gesamten Oberkörper bis zur Gürtellinie sowie Arme und Schultern.

Zu den wesentlichen Schlagtechniken im Boxen gehören die Gerade, der Haken, der Cross sowie der Aufwärtshaken. Die Gerade geht meistens direkt an den Kopf des Gegners und wird aus der Führhand geschlagen auch als Jab bezeichnet. Haken werden im Nahkampf von der Seite an Kopf oder Oberkörper des Gegners gesetzt.
Zudem gehört zu den Schlagtechniken und insbesondere bei der Verteidigungsarbeit die Fußarbeit zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Über eine schnelle Fußarbeit kann der Boxer dem Gegner ausweichen, schnelle Angriffe setzen und das Gleichgewicht halten.

Boxen eignet sich als Sportart für Männer und Frauen gleich. Insbesondere das Training ist geeignet um den ganzen Körper zu beanspruchen, sowie Kraft und Kondition zu erwerben. Um Boxkämpfe zu absolvieren, bedarf es eines langjährigen Trainings und der Gewöhnung des Körpers an Schläge und abrupte Bewegungen. Zudem spielt die Psyche eine wesentliche Rolle beim Boxen, da der direkte Kampf mit dem Gegner einige psychische Überwindung bedarf.

Die Grundlagenausdauer, Beweglichkeit und einzelne Grundbewegungen können beim Boxen durchaus alleine erlernt und geübt werden. Für ein Perfektionieren der Bewegungen und eine optimale Schlag- und Verteidigungstechnik sowie Fußarbeit sind Anweisungen eines erfahrenen Trainers notwendig. Lokale Boxvereine bieten Schnupperkurse sowie Gruppen- und Einzeltraining an. Als Alternative zum Boxen eignen sich das Kickboxen und asiatische Kampfsportarten wie Taekwando oder Karate, die neben den Faustschlägen auch Fußtritte erlauben und das Spektrum an Bewegungen erweitern.

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