Die Vielfalt des Kampfsports

Kampfsportarten sind bei vielen Menschen beliebt. Es gibt viele traditionelle Formen, doch es kommen auch ständig neue hinzu. Viele davon sind oft auf moderne Zeiten angepasst und stellen sich als Selbstverteidigung oder als eine Art Fitnesstraining dar. Die meisten Durchschnittsbürger kennen zumindest zwei oder drei verschiedene dieser Künste beim Namen. Doch oft ist hier auch schon Schluss mit dem Wissen. Was aber ist der Unterschied zwischen Karate und Jiu Jitsu? Oder zwischen Tae-Kwon-Do und Judo? Und was war zuerst da Tae Bo oder Sumo ?

Sag mir woher du kommst

Zunächst kann man die verschieden Kampfsport- und Kampfkunstarten nach ihrer Herkunft Kategorisieren. Dabei kommen auffällig viele der bekannten Formen aus dem fernöstlichen Raum. Karate, Jiu Jitsu oder Judo sind wohl den Meisten ein Begriff. Alle drei kommen aus Japan, mit Ausnahme des Karate, welches einen Teil seiner Wurzeln aus China bezieht. Daneben gibt es noch ein ganze Reihe weiterer interessanter Formen. Zwei weitere davon sind das Aikido und das Sumo. Ebenfalls aus Fernost, jedoch aus China, stammen Wing Tsun oder Jeet-Kun-Do, welches von dem legendären Bruce Lee entwickelt wurde. Der bekannteste koreanische Beitrag ist das Tae-Kwon-Do. Aus einer ganz anderen Ecke der Welt stammt Capoeira (Brasilien). Escrima hingen kommt von den Philippinen. Im Gegensatz zu allen bislang genannten Kampfsportarten ist Escrima ein Kampfsport der mit Waffen ausgeübt wird.

Waffennarr oder waffenlos

Dies ist auch ein anderes Kriterium, nach dem man die verschiedenen Formen der Kampfkünste einteilen kann. Beim Karate, was übersetzt „Leere Hand“ bedeutet werden keinerlei Waffen eingesetzt. Vielmehr es es um waffenlose Abwehr oder um verschiedene Kampf- und Tritttechniken. Auch das Aikido ist grundsätzlich waffenlos. Zeigt aber Techniken, mit denen man seine Gegner auf geradezu anmutige Art und Weise entwaffnen kann. Das ebenfalls waffenlose Tea-Kwon-Do ist unglaublich Dynamikbetont und setzt vor allem auf schnelle Beinarbeit. Auf der waffenlastigen Front ist wie gesagt das Escrima zu nennen, es lehrt den Umgang mit Stöcken, Schwertern oder einem Kampfmesser, aber auch den waffenlosen Kampf. Eine Bewaffnete Kampfkunst aus dem japanischen Raum hingegen, ist das Kendo. Hier lernt man den Umgang mit einem Schwert. Im Training wird dazu zunächst ein Übungsschwert aus Bambuslamellen verwendet.

Neben traditionell altbewährten Kampfsportarten gibt es auch eine Reihe moderner Formen. Die bekannteste ist wohl das Tae-Bo, welches zwar Elemente aus Karate, Teakwondo und dem Kickboxen verbindet, strenggenommen aber eher ein Fitnessgymnastik darstellt und keine Kampfsportart. Für Fitnessbegeisterte, die keinen besonderen Wert auf Tradition legen, ist das Tae Bo sicherlich dennoch eine gute Wahl.