Bei Qigong handelt es sich um eine chinesische Kampfsportart, die auf ein ganzheitliches Training von Körper und Geist zielt. Damit ist Qigong neben einer Kampfart ebenso populär im Bereich der Meditation und Optimierung von Bewegungsabläufen, bei welcher der Kampfgegner im wesentlichen mit geistiger als mit körperlichen Kräften besiegt wird. Im Prinzip kann die Kampfsportart Qigong von jedem erlernt werden. Die einzige Voraussetzung ist die Bereitschaft von Disziplin und den Willen seinen eigenen Körper beherrschen zu wollen. Das Training bedarf Intensität und sollte daher über viele Jahre mehrmals in der Woche intensiv durchgeführt werden, wenn der Sportler die Kampfkunst beherrschen möchte. Ebenso wird dem Sportler die Bereitschaft abverlangt sich auf die spirituellen Züge des Qigong einzulassen. Da mit dieser Sportart auch Kämpfe verbunden sind, zählt Qigong zu einem extremen Kampfsport. Um die Gefahren möglichst zu minimieren sollten Sportler im Kampf ein Eisenhemd Qigong tragen.
Die praktischen Übungen des Qigong zeichnen sich insbesondere durch Atem- und Konzentrationsübungen aus. Auch die bereits erwähnten Meditationen kommen hierbei zutage. Auch wenn der Kraftaspekt beim Qigong nicht im Zentrum stehen, sind Übungen im Bereich Ausdauer unabdingbar. Insgesamt gibt es zahlreiche verschiedene Richtungen des Quigong, sodass die durchzuführenden Techniken stark variieren. Die meisten Praktiken der verschiedenen Richtungen entstammen hierbei aus dem Daoismus. Daoismus ist eine chinesische Religion und Philosophie, womit wiederum der geistige Aspekt der Kampfsportart Anklang findet. Für jede Übung des Qigongs charakteristisch sind sieben Merkmalen. Zu diesen sieben Charakteristika zählt Entspannung, mentale Vorstellung, Musik, Atmung, Ruhe, Natur und Beweglichkeit. Damit es sich um eine Technik des Qigongs handelt müssen zumindest zwei dieser sieben Aspekte in einer Übung miteinander kombiniert werden. Eine der populärsten Techniken des Qigong ist die Shenjifa. Diese Methode zielt auf eine übernatürliche Entfaltung der Fähigkeiten des Sportlers. Im Bereich der Gongfa Übungen wird das Eisenhemd Qigong eingesetzt. Das Tragen eines solchen Eisenhemdes dient der Abhärtung des Körpers.
Neben dem Qigong, welches zahlreiche unterschiedliche Strömungen ausgeprägt hat, können Interessenten auch alternativ eine der zahlreichen anderen Kampfsportarten ausprobieren. Je nach individuellen Bedürfnissen sollte sich Sportler mit den einzelnen Aspekten einer Kampflust vertraut machen, um das adäquate Angebot für sich ausfindig machen zu können. Als Alternativen gibt es unter anderem Aikido, Yoga oder Tai Chi.