Geschichte des Escrima

Beim Escrima handelt es sich um eine philippinische Kampftechnik, die teilweise auch mit dem Namen Kali oder Arnis bezeichnet wird. Im Jahre 2010 wurde diese Kampfkunst zum offiziellen Nationalsport des Inselstaates Philippinen ernannt und wird seitdem an sämtlichen Schulen des Landes unterrichtet.

In früheren Zeiten wurde das Escrima vor allem von den Maharlika praktiziert. Entstanden ist dieser Kampf- Stil wohl aus einer Verbindung südostasiatischer Kampfkunst und europäischen Fechtschulen. Beim Escrima geht es um verschiedene Aspekte von Kampfhandlungen. So gehört zum Repertoire dieser Kampf- Sportart sowohl die Selbstverteidigung mit als auch die Anwendung verschiedener Strategien ohne Waffen. Teilweise werden unter dem Begriff Escrima aber auch alle philippinischen Kampftechniken gefasst, bei denen Stock oder Schwert zum Einsatz kommen. So stammt auch der Begriff "Escrima" ursprünglich aus dem Spanischen und bedeutet in etwa soviel wie "Fechten". Im Laufe der Zeit wurde der Escrima- Stil durch indische, indonesische, malaiische und spanische Elemente beeinflusst. Historische Bedeutung erlangte das Escrima am 27.

April 1521, als sich die Einwohner der philippinischen Insel Mactan den spanischen Eroberern in der Schlacht von Mactan entgegenstellten. Die Spanier waren dabei die ersten Europäer, die ihren Fuß auf philippinischen Boden setzten. Sie wurden von dem berühmten Seefahrer und Eroberer Fernando Magellán angeführt, der es sich zum Ziel gemacht hatte, zuerst die Insel Mactan und im Anschluss alle umliegenden, heute zu den Philippinen zählenden Insel unter spanische Flagge zu bringen. Dabei hatte er jedoch nicht mit dem entschiedenen Widerstand der einheimischen Bevölkerung gerechnet, die sich diesem ausländischen Streben nach Macht mit aller Kraft entgegensetzten. So kam es im Jahre 1521 zur Schlacht gegen die Spanier, im Verlaufe derer es den Ureinwohnern gelang, den Eroberern eine schwere Niederlage beizufügen. Der spanische Anführer Magellán bezahlte diese Schlacht mit dem Leben.

Aus heutiger Sicht handelt es sich bei diesem Ereignis um ein eindrucksvolles Beispiel der Wirkungsmacht der Kampftechnik Escrima, die dabei von den einheimischen Kämpfern gegen die Spanier angewandt wurde. Heute entwickelt sich das Escrima immer mehr weg von einer Fecht- Sportart und hin zu Methoden der Selbstverteidigung, die ohne die Zuhilfenahme von Waffen wie Stock oder Schwert auskommen. Dadurch wird dieser Stil zu einer besonders vielseitigen Kampftechnik, die vollen Körpereinsatz verlangt.

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