Beim Taikiken handelt es sich um eine Kampfkunst, der in den 1950er Jahren von Kenichi Sawai in Japan entwickelt wurde. Grundlage für die Ausarbeitung der neuen Technik war dabei das Können und Wissen, das er während seiner Lehrjahre bei den Meistern Wang Xiangzhai und Yao Zongxun erlernt hatte. Dieses entwickelte er in der Folgezeit konsequent weiter und ließ dabei auch viele seiner Erfahrungen aus seinem langjährigen Training in den Kampfsportarten Judo, Ju Jutso und Kenjutsu mit einfließen. Einfluss nahm außerdem sein enger Kontakt zu den Meistern Ojukin (Wang Shujin) und Mas Oyama. Im Wesentlichen handelt es sich beim Taikiken um eine Verbindung der Kampfsportarten Budo und Bujutsu mit der chinesischen Kampfkunst Yiquan, die ihrerseits von dem Meister Wang Xiangzhai entwickelt wurde. Dabei geht es im Taikiken um das Training sowohl von körperlichen als auch geistigen Fähigkeiten.
Im Laufe der Zeit fand das Taikiken dann immer weitere Verbreitung auch in den verschiedenen europäischen Ländern. So wurde es beispielsweise in den 1970er Jahren in den Niederlanden durch Jan Kallenbach, genannt der Chef, und Roland Nansink Sensei eingeführt. Diese sind auch heute die Hauptvertreter dieser Sportart in den Niederlanden. In Schweden fand die Kampftechnik hingegen durch den Sportler Marshall McDonagh, Yoshinken, Verbreitung. Seine Beliebtheit im Stadtbezirk von Paris verdankt das Taikiken Jean Luc Lessuere Kyoshi (ANYDA). Eine Rolle bei der Weitergabe dieses Kampfsportes spielten und spielen außerdem verschiedene Schüler dieser Lehrer, so zum Beispiel Hans Bakker, Wiert Postema, Stefan Götz und einige andere, die alle in den Niederlanden tätig sind. In Japan selbst hingegen wird das Taikiken vor allem durch den Schwiegersohn des Großmeisters Kenichi Sawai sowie seinen engen Freund Norimasa Iwama gelehrt.
Daneben gibt es noch zwei weiter sehr qualifizierte Lehrer namens Shimada Sensei und Kubo Isato Sensei, die auch in Europa bekannt sind, im Gegensatz zu einigen weiteren Sportlern, die Taikiken praktizieren und unterrichten, jedoch ausschließlich für den Raum Japan Bedeutung haben. Im Laufe der Zeit hat dabei jeder dieser japanischen Lehrer seinen eigenen Stil ausgebildet, so dass es heute deutliche Unterschiede in der Methodik des Taikiken gibt.
Auch in Deutschland gibt es einige Lehrer, die seit vielen Jahren praktizieren, sich allerdings nicht gerne im Lichte der Öffentlichkeit zeigen.