Die Graduierungen im K1 sind generell rein verbandsabhängig. Dennoch hat die WAKO, die "World Association of Kickboxing Organization" sich zu einem einheitlichlichen Standard nach den Dan Graden durchgerungen. Die Ausbildung widmet sich dementsprechend Einzeltechniken genauso wie Verteidigungskonzepten. Es werden Bewegungen in den Bereichen aktiver und passiver Verteidigung, Blocken, Paraden, Meid-und Ausweichbewegungen eingeübt.
Die unterste Ausbildungsstufe ist der gelbe Gurt. Die Ausbildungszeit beträgt drei bis sechs Monaten. Die Absolventen werden in Wettkampf, praktischer Selbstverteidigung, Fallschule und Theorie abgeprüft. Im Fokus stehen Abwehr und Gegenangriffskombinationen. Es müssen Schlag-und Tritttechniken wie vordere und hintere Gerade, Faustrückenschlag, Vorwärtstritte und Halbkreistritte beherrscht werden. Des Weiteren werden Blocks, Rollen und Falltechniken studiert.
Die zweite Stufe bildet der orange Gurt. Die Techniken werden um Haken und Seitwärtstritte erweitert. Zudem wird die Befreiung aus Umklammerungen vertieft. In der Theorie wird auf Notwehr eingegangen. Die dritte Ausbildungsstufe dauert ebenfalls drei bis sechs Monate, an deren Ende die Erlangung des grünen Gürtels steht. Bei den Kicks werden Axtritte und Außenristtritte geübt. Es wird mehr Wert auf Abwehr und das unmittelbare Übergehen in Konter gelegt. In der Theorie werden Ausblicke auf Semikontakt und Leichtkontakt Kickboxen unternommen.
Nach drei bis sechs weiteren Ausbildungsmonaten steht die Prüfung zum blauen Gurt auf dem Programm. Haken-und Tritttechniken werden ausgebaut, Hakentritte erlernt. Bei der Selbstverteidgung stehen Stöße und Stiche im Vordergrund. In der Prüfung muss sich der Absolvent gegen die Angriffe aller im Kreis zu erwehren versuchen. An den blauen Gurt schließt sich der Erwerb des braunen Gurtes an. Im Sparring werden Tritte und Abwehrkombinationen verfeinert. In der Selbstverteidigung Bodenlagen einstudiert. Die Theorie wird schriftlich abgenommen. Hat die Vorbereitungszeit auf den braunen Gurt schon sechs Monate betragen, so werden für die Erlangung des schwarzen Gürtels und Vollendung des ersten Meistergrades zwölf Monate vorgesehen. Sämtliche Kicks müssen an der Pratze und im Sparring demonstriert werden. Daneben muss sich der Prüfling gegen Würgangriffe verteidigen. Wieder ist auch die spontane Selbstverteidigung Prüfungsgegenstand. Auf dem Gebiet der Theorie kommen die Ausbildung als Lehrer und Kampfrichter hinzu.
Nach dem Erwerb des ersten Meistergrades stehen noch zwei weitere Meister an. In der sich fortsetzenden Ausbildung stehen taktisch-technischen Abläufe sowie Seminare im Fokus.