Graduierungen im Karate

Allgemeines
Jeder, der diesen Sport verübt trägt einen sogenannten "Karate - Gi", ein Trainingsanzug zusammengesetzt aus einer weißen Hose ("Zubon"), die an der Hüfte zusammengeschnürt wird; und einer Jacke ("Uwagi"), beides wird aus Baumwolle angefertigt. Letzteres wird durch einen Gürtel gestützt, der den Reifegrad eines „Karatekas“ anzeigt. Dies erfolgt durch verschiedene Farben, die die Schülergraden, bezeichnet als "Kyū", von den Meistergraden beziehungsweise Meisterschülern, den so genannten "Dan's", unterscheidet. Die verschiedenen Stufen, die ein Karatetrainierer erreichen kann, kann man also dementsprechend am Gürtel ablesen. Eingeteilt sind sie in Deutschland in neun Kyū- und in zehn Dan- Grade. Dabei ist der neunte Kyū- Grad die niedrigste Klasse, der zehnte Dan jedoch der Allerhöchste. Vor dem 19. Jahrhundert gab es allerdings noch nicht ein derartiges Graduierungssystem. Erst der Gründer des Kōdōkan Judos, Jigoro Kano, hat diese Form der Unterteilung genutzt und sie in seinem Sport umgesetzt. Die Einstufung durch bunte Gürtel wurde demnach höchstwahrscheinlich aus dem Judo übernommen.

Die Farbeinteilung
Wie bereits erwähnt ist der neunte Kyū- Grad, der mit dem wenigsten Wert. Er besitzt einen weißen Gürtel und kennzeichnet somit alle Anfänger dieser Sportart. Danach folgt der achte Kyū- Grad (gelb), der Siebte (orange) und der sechste Kyū (grün). Die Kyū's Fünf und Vier sind blau-violett, dieselbe Nuance teilen sich auch der dritte, zweite sowie der erste Kyū mit braun. Alle Dan's sind schwarz, bis auf den Zehnten, dieser hat die Farbe rot-weiß, um sich erneut von den anderen abzuheben.

Prüfungen
Natürlich muss man etwas für eine höhere Gürtelklasse tun. Wartezeit sowie zahlreiche Prüfungen gehören gleichzeitig zum Programm, je nach Kyū- und Dan- Graden werden sie unterschiedlich abgetragen. Durch das Absolvieren der einzelnen Leistungsnachweise wird ein Ansporn aktiviert, um noch mehr Energie in diese Sportart zu investieren. Es ähnelt also in diesem Falle einem Schulsystem. In den abgetrennten Musterungen wird der Karateschüler auf Haltung, Technikausführungen, Kampfgeist, Aufmerksamkeit, Willen und Konzentration getestet. Generell gesehen ist also der Gesamteindruck das Wichtigste. Auch wie bei meisten Prüfungen, gibt es auch hier einen theoretischen Examenteil, dieser erhört sich erheblich ab den Meistergraden (überwiegend ab dem fünften Dan). In einigen Organisationen werden Dan-Grade nur verliehen, wenn wirklich ausgezeichnete Leistungen vorliegen.

Copyright © 2012, Jodell - Kampfsport-Portal. All Rights Reserved.