Kickboxen wurde von asiatischen Einwanderern nach Amerika gebracht. Hier wurde es im Lauf der Jahre vom All Style Karate zum Kickboxen umbenannt und seit 1974 gab es die ersten Weltmeisterschaften. Es ähnelt sehr dem Thai Boxen, das als waffenlose Selbstverteidigung gilt.
Wie beim Karate kann man auch beim Kickboxen Grade erreichen, diese nennt man Dan oder auch Kyu. Die Gürtel sind in Farben unterteilt, sodass jeder sofort weiß, auf welcher Stufe sich der Gegner befindet. Am Anfang der Ausbildung hat man keinen Gürtel. Nach einer erfolgreich abgelegten Prüfung bekommt man den gelben Gürtel, dieser entspricht dem 5. Schülergrad. Es folgen Orange, der 4. Schülergrad, dann Grün (3.Grad) Blau (2.Grad) und Braun (1.Grad) und zuletzt der schwarze Gürtel, welcher für den 1. Dan steht. Es gibt Prüfungen für den Dan bis zum vierten Grad oder es werden Dan Grade für verdiente Sportler ausgegeben.
Ausbildung
Jeder, der diese Sportart ausüben möchte, sollte in einem guten körperlichen Zustand sein. Er sollte gute Reflexe haben und beweglich sein. Auch die Ausdauer und die Schnelligkeit spielen hier eine große Rolle. Weiterhin wird großen Wert auf die innere Einstellung gelegt. Wer in Kickboxen nur eine Ausbildung zum Schläger sucht, der hat hier nichts zu suchen. Kickboxen ist wie alle asiatischen Kampfsportarten eine reine Selbstverteidigung und besteht in der Einheit von Körper und Geist. Der gegenseitige Respekt ist genauso wichtig, wie eine positive Grundhaltung.
Wettkämpfe
Die Wettkämpfe werden in unterschiedlichen Gewichtsklassen ausgetragen, bei den Männern variieren diese vom Fliegengewicht mit maximal 57 kg bis hin zum Superschwergewicht über 94 kg. Bei den Frauen gibt es das Federgewicht bis 50 kg bis hin zum Superschwergewicht über 70 kg. Es gibt auch Unterscheidung, was die Kämpfe selbst anbelangt. Bei den Semikontaktkämpfen wird der Kampf nach einem Treffer unerbrochen und die Ausgangsstellung wird wieder eingenommen. Gekämpft wird auf Matten. Beim Leichtkontakt wird der Kampf nicht unterbrochen und es siegt derjenige, der die meisten Punkte hat. Diese Art Wettkampf ist technisch sehr anspruchsvoll und recht schnell. Beim Vollkontakt wird der Kampf im Ring ausgetragen. Hier gibt es im Gegensatz zu den anderen auch einen k. o. Wenn man sich für die Sportart Kickboxen entscheidet, hat man harte Arbeit vor sich, die aber dennoch viele Vorteile mitbringt.