Graduierungen im Kung fu

Bruce Lee, Jacki Chan und Jet Li machen es vor. Sie sind wahre Meister im Kung Fu und stellen für jeden Anfänger und Lehrer ein Vorbild dar. Wer sich für das Kung Fu Training entscheidet, der hat eine Lebensaufgabe übernommen. In den ersten Jahre der Kung Fu Schule lernt man die Grundschritte. Dies mag anfangs ein wenig langweilig wirken, wenn man bedenkt, dass Jacki Chan sich stundenlang mit Gegnern bekriegen kann. 15 Grundschritte muss der Schüler für seine erste Prüfung beherrschen. Verschiedene Arm- und Beintechniken müssen dem Prüfungskommité vorgeführt werden. Nach bestandener Prüfung dürfen entsprechende farbige Gürtel beim Training und den Wettkämpfen getragen werden. Die Gürtelfarben stellen den aktuellen Wissenstand des Schülers dar. Die Gürtelfarbe weiß entspricht hierbei dem Anfängerstatus. Die Farbe braun steht dem eines Fortgeschrittenen gleich.

Kung Fu ist eine Sportart ohne Waffen. Wer die Techniken beherrscht, ist auch in der Lage, sein Wissen an Schüler weiterzugeben. Dabei werden Fähigkeiten gefördert und Wissen vermittelt. Ein Lehrer muss eine entsprechende Prüfung ablegen um als solcher auch als Vorbild fungieren zu können. Eine solche Prüfung wird je nach den eigenen Fähigkeiten erst nach 8 Jahren und später erfolgen. Erst nach dieser Zeit hat nicht nur der Körper die Techniken verinnerlicht sondern auch der Geist hat die entsprechende Reife erlangt. Natürlich hat man zu diesem Zeitpunkt schon die Prüfung für den 1. Dan, auch bekannt als der Schwarzgurt, erfolgreich absolviert.

Wer glaubt, er hätte damit das große Ziel erreicht, der irrt. Denn Kung Fu ist ein Kampfsport bei der man nie auslernt. Man kann seine Techniken immer weiter perfektionieren und das sein Leben lang. Nach Erreichen des 1. Dan steht dem Prüfling noch ein weiter Weg bevor, denn die Zielstrebigkeit bringt ihn letztendlich bis zum 10. Dan. Ein Meister hat bereits den Status erlang, sein Wissen auch an hochgraduierte Danträger weiterzugeben. Solche Personen widmen, wie Jacki Chan, ihr ganzes Leben dem Kung Fu Training. Nur aus diesem Grund haben sie ein Wissen erreicht, wovon Anfänger noch weit entfernt sind. Ein Meister macht keine Prüfungen mehr. Er bekommt ab einem bestimmten Dangrad, meist ab dem 6. Dan, den nächsten Dan verliehen. Hierfür bedarf es jedoch jahrelangen Trainings. Der Weg zum Meister ist ein schwerer und langer und nur wer sich traut ihn diszipliniert zu gehen, wird ein Lebensziel vollenden.

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