Sumo gehört in die Reihe der traditionellen japanischen Sportarten. Es handelt sich dabei um eine Art Ringkampf, dessen Tradition bereits bis auf das Jahr 712 zurückweist. Laut einer Sage entstand dieser Ringkampf aus dem Kampf zweier Götter um eine Insel.
Ein Sumokämpfer ist ein Sumotori. Er versucht einen Gegner aus einem mit Sand bedeckten Kreis mit einem Durchmesser von 4,50 m herauszudrücken oder gar zu Fall zu bringen. Oftmals sind die Kämpfe sehr kurz. Deshalb ist es keine Seltenheit, dass auf einem Sumoturnier mehr als insgesamt 100 Kämpfe stattfinden.
In Japan werden Sumotori in Sumoschulen (Heya) ausgebildet. Sie wohnen auch in den Schulen. Frühestens mit 15 Jahren kann man seinen ersten Kampf bestreiten. Höchstens 40 Jahre darf ein Kämpfer sein, dann ist seine Karriere beendet. Danach bleibt ihnen nur, wie in so vielen Profisportarten, der Weg zum Trainer oder Schiedsrichter offen.
Ein Sumo Kämpfer muss von der Physis her bestimmte günstige Voraussetzungen mitbringen, um erfolgreich kämpfen zu können. Dazu gehört ein hohes Körpergewicht gepaart mit einem tiefen Körperschwerpunkt. Als Kämpfer erhält jeder Sumotori seinen Namen durch den Trainer. Meistens hat dieser Name eine lange Tradition und bezieht sich auf ehemals berühmte Sumo Kämpfer.
Es gibt keine Differenzierung nach Gewichtsklassen, deshalb sind Sumoringer i.d.R. zwischen 120 Kg und 200 Kg schwer. Der schwerste jemals bekannte Sumoringer war bei einer Körpergröße von 184 cm genau 288 Kg schwer! Diese Rikishi (Kraftmenschen) benötigen neben der Körperfülle Muskelmasse und vor allem sehr viel Beweglichkeit.
In Europa hat die Sportart erst in der 2. Hälfte des 20. Jh. Fuß gefasst. Hier gibt es auch Amateurliegen, in denen man auch Gewichtsklassen einteilt. Es gibt eine hohe Affinität zum Judo. Deshalb wechseln gerade in Europa Sportler von der einen zur anderen Sportart.
Die oberste japanische Sumo Liga ist die Makkuchi Division, in der die Kämpfer in 5 Klassen eingeteilt werden. Im jeweiligen Rang werden sie nach Rängen durchnummeriert. Obendrein gibt es pro Ran eine Ost- und eine Westgruppe. Je nach dem Kampferfolg folgt der Auf- oder Abstieg in den Rängen. Nur die ranghöchsten Kämpfer, die Yokozuna bleiben es unverändert ein Leben lang, zumindest bis zu ihrem Rücktritt.