Jiu Jitsu ist eine japanische Form der Selbstverteidigung, die vom Namen her vielen Menschen bekannt ist. Ursprünglich war sie allein den Samurai, den Rittern des fernen Ostens, vorbehalten, um sich auch verteidigen zu können, sollten ihnen die Waffen abhanden kommen. Der Name bedeutet übersetzt soviel wie „sanfte/ nachgebende Kunst“ und dieser Name beschreibt genau, worauf sich diese Kampfkunst spezialisiert. Jiu Jistu ist eine Kampfkunst, mit der der Anwender versucht, einen Gegner möglichst schnell und effektiv auszuschalten, ohne ihn dabei zu verletzen. Es ist eine sanfte Form des Kampfes.
Wie funktioniert die Kampfkunst?
Die Kampftechnik bedient sich zahlreicher Schlag-, Stoß-, Tritt-, aber vor allem Hebel- und Wurftechniken. Ziel ist es, den Gegner schnell und ohne Gefahr für den eigenen Körper in einen bewegungslosen Zustand zu versetzen und ihn dabei nicht zu verletzen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser Angreifer bewaffnet ist oder nicht. Wichtig ist auch, dass man im Jiu Jitsu mehr Selbstvertrauen erlernt und ein besseres Gefühl für Situationen und den eigenen Körper bekommt. Dadurch ist der Anwender in kritischen Situationen ruhiger und handelt auch überlegter.
Für wen ist diese Kampftechnik geeignet?
Das besondere an ihr ist, dass sie enorm vielfältig ist. Wie der Name es ahnen lässt, stellt man sich auf den Gegner ein und passt seine Kampfweise an. Weder ist Kraft noch große Beweglichkeit erforderlich. Von daher kann Jiu Jistu von jedem erlernt werden. Viele Selbstverteidungskurse für Frauen bieten Techniken auf der Basis dieser Kampfkunst an. Und selbst im Alter kann man sie noch anwenden, denn im Wesentlichen geht es ja darum, den Gegner in eine Position zu bringen, aus der er sich nicht befreien kann.
Zum Training
Es ist unmöglich, diese Kampfkunst allein zu lernen. Zwar kann man einzelne Übungen allein vollziehen, doch für das tiefere Verständnis dahinter ist unbedingt ein erfahrener Lehrer vonnöten.
Die Jiu Jitsuka folgen einem Kodex, ähnlich dem Ehrenkodex der Samurai. Und dieser Kodex wird auch heute noch in allen Schulen gepflegt und bildet zugleich das Herz dieser Technik. Trainiert wird in der Regel 2-3 Mal die Woche.
Ähnlich verhält es sich mit der Kampftechnik Aikidō. Auch sie zielt darauf aus, den Gegner zu besiegen, ohne ihn zu verletzen.