Judo stammt aus dem Japanischen; ju "sanft nachgeben" und do "Weg" oder "Grundsatz". Der aus Japan stammende Zweikampf- und Selbstverteidigungssport wird meist von Männern, nun zunehmend auch von Frauen ausgeübt. Die Grundlagen für die heutige Form des Judos wurden in der 2. Hälfte des 19. Jh. von dem japanischen Pädagogen J. Kano entwickelt, der 1882 in Tokio den Kodokan ("Schule zum Studium des Weges") gründetet. Kano schied aus der auf Töten gerichteten alten Kriegskunst alle lebensgefährlichen Schläge, Griffe und Stöße aus und schuf so ein Kampfsystem, das Wettkämpfe ermöglichte.
Doch ist Judo nicht nur eine Sportkunst, sondern soll zugleich als philosophisches und ethisches System verstanden werden. Es zielt nicht auf die Schwächung des Gegners ab, sondern auf die Stärkung der eigenen Kraft, auf die Entwicklung der leiblich-seelischen Anlagen des Menschen zur Harmonie durch völlige Selbstbeherrschung, äußerste Konzentration im Beobachten des Gegners, Abwartenkönnen oder Nachgeben und schließlich blitzschnelles Reagieren auf die gegnerische Absicht. Judo zählt zu den japanischen Budokünsten, deren Geistesgut in der Zen-Philosophie wurzelt, und die körperliche und geistige Reife in Übereinstimmung mit den natürlichen Gesetzmäßigkeiten verbinden wollen. Judo wird auf einer Kampffläche, die aus Tatami (Reisstrohmatten) oder ähnlichen Mattenmaterial bestehen soll, in einer Halle ausgeübt. Die gesamte Mattenfläche besteht aus 2 Zonen: der eigentlichen Kampffläche im Inneren, deren Größe bei Landesmeisterschaften 6 x 6 m und bei Bundesmeisterschaften mindestens 9 x 9 und höchstens 10 x 10 m beträgt, und einer 1 m breiten roten Gefahrenzone. Die Kampffläche kann 15 cm höher liegen als die Umrandung. Die Judokämpfer (Judoka) tragen eine reißfeste Kampfkleidung (Judogi) in weißer Farbe. Diese besteht aus Jacke, Hose und Gürtel. Die Jacke (Kimono) muss so lang sein, dass sie die Hüfte bedeckt. Die Ärmel sind locker und so lang, das sie mehr als die Hälfte der Unterarme bedecken. Judo wird barfuss ausgeübt. Die Judoka sind nach Leistungsklassen eingeteilt, die sich äußerlich durch verschiedenfarbige Gürtel unterscheiden, in Schülergrade und Meistergrade. Ziel des Judo ist es, durch Zug oder Druck das Gleichgewicht des Gegners zu stören, um ihn überraschend auf die Matte zu werfen. Die hierzu entwickelte Kampftechnik umfasst Wurf- und Grifftechniken. Schläge, Tritte und Stöße sind verboten. udo stammt aus dem Japanischen; ju "sanft nachgeben" und do "Weg" oder "Grundsatz". Der aus Japan stammende Zweikampf- und Selbstverteidigungssport wird meist von Männern, nun zunehmend auch von Frauen ausgeübt. Die Grundlagen für die heutige Form des Judos wurden in der 2. Hälfte des 19. Jh. von dem japanischen Pädagogen J. Kano entwickelt, der 1882 in Tokio den Kodokan ("Schule zum Studium des Weges") gründetet. Kano schied aus der auf Töten gerichteten alten Kriegskunst alle lebensgefährlichen Schläge, Griffe und Stöße aus und schuf so ein Kampfsystem, das Wettkämpfe ermöglichte. Doch ist Judo nicht nur eine Sportkunst, sondern soll zugleich als philosophisches und ethisches System verstanden werden. Es zielt nicht auf die Schwächung des Gegners ab, sondern auf die Stärkung der eigenen Kraft, auf die Entwicklung der leiblich-seelischen Anlagen des Menschen zur Harmonie durch völlige Selbstbeherrschung, äußerste Konzentration im Beobachten des Gegners, Abwartenkönnen oder Nachgeben und schließlich blitzschnelles Reagieren auf die gegnerische Absicht.
Judo zählt zu den japanischen Budokünsten, deren Geistesgut in der Zen-Philosophie wurzelt, und die körperliche und geistige Reife in Übereinstimmung mit den natürlichen Gesetzmäßigkeiten verbinden wollen. Judo wird auf einer Kampffläche, die aus Tatami (Reisstrohmatten) oder ähnlichen Mattenmaterial bestehen soll, in einer Halle ausgeübt. Die gesamte Mattenfläche besteht aus 2 Zonen: der eigentlichen Kampffläche im Inneren, deren Größe bei Landesmeisterschaften 6 x 6 m und bei Bundesmeisterschaften mindestens 9 x 9 und höchstens 10 x 10 m beträgt, und einer 1 m breiten roten Gefahrenzone. Die Kampffläche kann 15 cm höher liegen als die Umrandung. Die Judokämpfer (Judoka) tragen eine reißfeste Kampfkleidung (Judogi) in weißer Farbe. Diese besteht aus Jacke, Hose und Gürtel. Die Jacke (Kimono) muss so lang sein, dass sie die Hüfte bedeckt. Die Ärmel sind locker und so lang, das sie mehr als die Hälfte der Unterarme bedecken. Judo wird barfuss ausgeübt. Die Judoka sind nach Leistungsklassen eingeteilt, die sich äußerlich durch verschiedenfarbige Gürtel unterscheiden, in Schülergrade und Meistergrade. Ziel des Judo ist es, durch Zug oder Druck das Gleichgewicht des Gegners zu stören, um ihn überraschend auf die Matte zu werfen. Die hierzu entwickelte Kampftechnik umfasst Wurf- und Grifftechniken. Schläge, Tritte und Stöße sind verboten.