Der Name der Kampfsportart beziehungsweise der Kampfkunst "Karate" stammt aus dem Japanischen und setzt sich aus den Worten "leere" und "Hand" zusammen. Schon der Name zeigt also, was Karate ausmacht. Der Karategi (Karatekämpfer) benutzt als einzige Waffe seinen Körper. Ziel, was man mit dem Einsatz von Karate verfolgt sollte immer die Selbstverteidigung sein. Das heißt, man versucht einen Angreifer geschickt mit gezielten Arm- oder Handkantenschlägen und Fußtritten abzuwenden und außer Gefecht zu setzen.
Man differenziert im Karate Fußtechniken (Ashi waza) und Armtechniken (Ude waza). Die angesprochenen Armtechniken sind wiederum in Tzuki waza (Stoßtechniken), Uchi waza (Schlagtechniken) und Uke waza (Abwehrtechniken) unterteilt. Auch die Fußtechniken sind noch einmal gliedern sich wie folgt auf: Ashi sabaki sind die Fußbewegungen. Hierbei handelt es sich erstens um Fußfeger und zweitens die Fußscheren. Ashi geri sind die Fußtritte. Diese sind ihrerseits wiederum in Vorwärts-, Rückwärts-, und Seitswärtstritte unterteilt. Zu Arm und Fußtechniken kommen noch die Uke waza (Abwehrtechniken). Diese Techniken dienen beim Einsatz von Karate im Gegensatz zu den anderen Arten die man als Angriffstechniken zusammenfassen könnte, wie der Name schon sagt, der Abwehr gegnerischer Angriffe.
Grundsätzlich ist die Sportart für jeden bewegungsfreudigen Menschen geeignet. Es gilt jedoch wie bei jeder anderen Sportart auch, dass man seine Grenzen einschätzen und einhalten können sollte. Karate kann sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen betrieben werden, solange er oder sie sich dazu in der Lage fühlt. Karate ist die richtige Sportart um seine Ausdauer zu trainieren und sich im täglichen Leben selbstverteidigen zu können. Karate sollte wie auch alle anderen Kampfsportarten dazu dienen um sich vor Angriffen anderer Menschen zu schützen. Was nicht der Zweck des Erlernens dieser wie jeder anderen Kampfsportart oder Kampfkunst sein sollte ist, einem anderen Menschen Leid zuzufügen.
Fest steht, dass die Möglichkeit besteht, die Grundtechniken des Karate "auf eigene Faust" mit Hilfe von Ratgebern in Buchform zu erlernen. Wer den Sport auf professioneller Ebene erlernen und ausüben möchte sollte sich trotz allen Ratgebern in die Hände von erfahrenen Karate-Trainern begeben. Alternativen zu Karate gibt es zur Genüge. In Bezug auf den Aspekt der Selbstverteidigung sind hier beispielsweise Jiu-Jitsu ("Die sanfte Kunst"), Judo ("sanfter Weg") oder auch Kung Fu ("harte Arbeit"). All diese Alternativen sind hauptsächlich ohne die Zuhilfenahme von Waffen ausführbar.