Kung fu

Kung fu stammt aus dem Chinesischen und leitet sich von "sorgfältig studieren" bzw. "hart arbeiten" ab. Es ist eine Selbstverteidigungssportart im Karatestil, die von einem älteren indischen Hand- und Fußkampf, aus chinesischen Atemübungen oder dem Shaolin abgeleitet sein soll. Kung fu ist in zwei Stilarten bekannt: das harte Kung fu (wai chia) bevorzugt Kraft und Krafttechniken mit betontem Einsatz der Fußtechniken und Handabhärtung, ähnlich Karate. Das weiche Kung fu (nei chia) beruht auf der Geschwindigkeit der Bewegungen, betont Handtechniken und zielt stärker auf empfindliche Körperteile.

Kung fu ist in mehr als 400 Abarten, moderne Weiterentwicklungen und Mischstile aufgesplittert. Zu den Grundsätzen von Kung fu gehören Training der inneren Ruhe, der Aufmerksamkeit, von Kraft, Koordination und Konzentration der Bewegungen, Stellungen, Fausthaltungen und des Angriffs sowie die Verinnerlichung aller Aktionen auf einen Brennpunkt beim Ausführen von Techniken mit Tritten, Fuß-, Faust- und Handstößen. Im Kung fu Wettkampf kennt man drei Richtungen: der traditionelle Nichtkontakt-Kung fu, der Schläge zum Kopf verbietet und nur geringen Körperkontakt zulässt, der im Wettkampf verbreitete Halbkontakt-Kung fu mit leichten Schlägen zum Kopf und geringem Körperkontakt mit Fuß- und Handpolsterung und der Vollkontak Kung fu. Er will wie im Boxen den Gegner außer Gefecht setzen. Die Kampffläche misst 8 x8 m (Boxring). Die Kämpfer müssen übrigens tatsächlich Hand- und Fußpolster sowie einen Tiefschlagschutz tragen. Nur Gesicht und die vordere Körperpartie dürfen angegriffen werden.

Stöße in die Augen, auf den Kehlkopf und den Unterleib sind strikt verboten, ebenso Stöße mit Kopf, Ellenbogen oder Knie oder Techniken, die eventuell Arm- oder Beinbrüche hervorrufen können. Die Kampfdauer beträgt zwei Minuten in der Vorrunde oder drei Minuten in der Endrunde. Zwei Seiten- und ein Hauptkampfrichter werten nach Punkten das Kampfgeschehen. Ein Sprungtritt zum Kopf zählt drei Punkte, ein Fußstoss aus dem Stand zum Kopf zwei Punkte, ein Schlag oder Tritt zum Körper einen Punkt. Als Sieger gilt der Kämpfer, der nach Ablauf der Zeit die meisten Punkte erreicht hat. Kung fu üben meist Männer aus.

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