Mixed Martial Arts (kurz MMA) ist eine Kampfsportart, die auch aufgrund der öffentlichen Darstellung sehr in Verruf geraten ist. Oft ist die Rede davon, es gebe keinerlei Regeln und die Sportart sei viel gefährlicher als andere Vollkontakt-Sportarten. Beides stimmt so nicht. Auch MMA-Kämpfe finden nach einem strengen Regelwerk statt, das viele Verbote beinhaltet. Zudem ist die Verletzungsgefahr nicht höher als beim klassischen Boxen. Freizeitsportler können davon ausgehen, dass die Verletzungsgefahr in einer guten Kampfsportschule nicht höher ist, als beim Fußballtraining. Rücksichtsvolle Trainingspartner sind selbstverständlich die Voraussetzung.
Mixed Martial Arts ist die moderne Kombination einer enormen Bandbreite verschiedener Kampfsport-Techniken. Sowohl das Kämpfen im Stehen wie im Thai-Boxen oder der Bodenkampf wie im japanischen Jiu Jitsu werden trainiert. Erlaubt sind Schläge mit der Faust, mit den Ellenbogen und auch mit der Faustrückseite. Es werden auch fast alle Tritttechniken gelernt, sei es der Thai-Kick mit dem Schienbein, der klassische Roundhouse-Kick oder Tritte mit den Fußballen, um den Gegner in der Vorwärtsbewegung zu stoppen. Knie-Techniken und das Clinchen, also das Festhalten des Gegners, stammen aus dem Thaiboxen und werden auch verwendet.
Doch auch auf dem Boden wird weitergekämpft. Hier finden Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Ringen, Jiu Jitsu aber auch Judo Anwendung. Der Gegner darf durch das Überstrecken eines Gelenkes oder durch Würgegriffe zur Aufgabe gezwungen werden. Dies geschieht durch das Abklopfen am Gegner oder an der Matte, wodurch dieser sofort den Griff lockert, den Kampf aber gewonnen hat.
Geeignet ist Mixed Martial Arts vor allem für sportliche Jugendliche und Erwachsene, die gerne an ihre körperlichen Grenzen gehen und keine Angst davor haben, auch mal mit einem blauen Auge nach Hause zu gehen. Schließlich ist es ein Vollkontakt-Sport; was aber nicht mit wilder Prügelei gleichzusetzen ist. Gute Trainingspartner nehmen Rücksicht auf unerfahrenere Sportler und es kommt dank verschiedenen Schützern nur sehr selten zu ernsthaften Verletzungen.
Trainiert wird klassischerweise mindestens 2-3 Mal in der Woche. Abwechselnd Bodenkampf und das Kämpfen im Stehen, wobei auch das freie Kämpfen, das Sparring, nicht zu kurz kommen sollte. Am besten erlernt man Mixed Martial Arts im Verein mit einem guten Partner und einem erfahrenen Trainer, da es sonst zu gefährlich ist. Alternativ kann man auch die einzelnen Elemente des Mixed Martial Arts im Verein trainieren: Thaiboxen, Kickboxen, Jiu Jitsu oder andere Kampfsportarten.