Qi Gong im Kampfsport

Qi GongQi Gong ist in erster Linie keine Kampfsportart, sondern beinhaltet chinesische Bewegungsübungen und Abläufe, die die Gesunderhaltung des Körpers dienlich sein sollen. Auch in Deutschland erfeut sich das Qi Gong immer größerer Beliebtheit. In hektischen Zeiten wie heute, reagieren viele Menschen mit psychosomatischen Störungen, wie beispielweise Gereiztheit, Schlafstörungen., Kopfschmerzen, Schwindel usw.. Hier kann Qi Gong weiterhelfen. Denn Qi Gong kann zur Harmonisierung des Körpers beitragen. Es beinhaltet Atem- und Bewegungsübungen. Diese werden durch Meditations- und Konzentrationsübungen ergänzt. Diese Übungen bewirken, dass der Mensch lernt, mit seiner Energie richtig umzugehen und diese zu nutzen.

Qi Gong stammt zum Teil aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Diese hat die Vorstellung, dass sich im Körper des Menschen Meridiane befinden, die die inneren Organe mit Qi, das heißt mit Energie versorgen. Sind die Meridiane jedoch blockiert, kann die Energie nicht ungestört fließen. Es kann zu bestimmten Krankheiten beim Menschen kommen. Qi Gong zählt unter anderem zu den Kampfsportarten, da es Stilrichtungen gibt, die darauf abzielen, gegenüber von potentiellen Gegnern unangreifbar zu werden. Denn durch den vermehrten Aufbau von Qi im Körper könnte ein möglicher Gegner nur über den Qi Gong Praktizierenden gewinnen, wenn er über mehr Qi als jener verfügt. Somit macht Qi Gong auf die eine oder andere Weise unangreifbar. Dennoch ist Qi Gong mehr als die Förderung der Unangreifbarkeit. Denn Qi Gong trägt zu Selbstdisziplin eines Sportlers bei. Aber auch die Konzentration und Ausgeglicheheit des Qi Gong Übenden wird enorm gesteigert, da die Übungen stark auf Konzentrationsübungen aufbauen. Auch der Daoismus hatte zum Teil Einfluß auf die Entwicklung der Kampfsportart Qi Gong. Es gibt eine Schrift aus dem Jahre um 400 v. Chr., die sich mit Wirken des Dao und der Tugend beschäftigt. Das Buch zielt darauf ab, den Qi zu pflegen. Aber auch Einflüsse des Buddhismus sind bei der Kampfsportart Qi Gong zu verzeichnen. In den Texten des Buddhismus konnte man Atem- und Meditationsübungen finden.

In den letzeten drei Jahrzehnten hat Qi Gong wieder mehr Interesse bei den Chinesen gefunden. Besonders im therapeutischen Bereich versucht man die Theorie des Qi zu verstehen und überlieferte Qi Gong-Techniken neu zu entwickeln. So gibt es heute ca. einhundert anerkannte Richtungen der Kampfsportart Qi Gong. Die wohl bekannteste Übung ist die "Stehende Säule". Bei dieser Übung wird die Einhaltung der richtigen Grundhaltung gelernt sowie die Zentrierung des Körpers. Dadurch befindet sich der Mensch wieder in einem energetisch ausgeglichenen Zustand, der vorhandene Blockaden beseitigt und die innere Energie wieder ungestört fließen lässt. Auch wenn die Wirkungsweise der Kampfsportart Qi Gong bis heute nicht einwandfrei nach medizinischen Gesichtspunkten erklärbar und anerkannt ist, so konnten jedoch bereits viele Menschen von bestimmten Krankheiten mit Erfolg geheilt werden. Nachweislich führt Qi Gong bei regelmäßiger Anwendung zu einer besseren körperlichen und geistigen Vitalität sowie zu mehr Ruhe und Gelassenheit.

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