Ringen

Beim Ringen handelt es sich um eine klassische Kampfkunst, die allein mit dem Einsatz des Körpers ausgefochten wird. Die Sportler bedienen sich verschiedener Techniken wie Klammern, Griffen, Würfen, Hebeln und Würfen. Es existiert somit ein Numerus Clausus der Techniken, denn Tritte, Schläge und Stöße sind nicht zulässig und können im Extremfall zur Disqualifikation führen. Das Ringen wurde bereits im Rahmen der Sommerspiele der Antike, also seit dem 8. Jahrhundert, genau genommen ab 776 v. Chr., als Disziplin des Fünfkampf betrieben. Der Ringkampf wurde später in das Programm der Sommerspiele der Neuzeit, deren Epoche im Jahre 1896 in Athen begann, aufgenommen. Die Sportart wird in zwei verschiedenen Stilarten betrieben. Zum einen im Freistil, wobei der ganze Körper mögliche Angriffsfläche ist. Im Griechisch-Römischen Still ist allein der Körper oberhalb der Gürtellinie Angriffsobjekt. Seit den Sommerspielen von Athen im Jahre 2004 ist auch der Ringkampf der Frauen eingeführt, allerdings nur im Stil Griechisch-Römisch.

Über die Jahrtausende ist das Ringen nicht identisch geblieben. Herausragende Veränderungen sind die Einteilung in Gewichtsklassen sowie die Erweiterung auf den Bodenkampf. In der Antike war ein Duell vorbei, wenn es einem der Sportler gelungen war, den anderen dreimal zu Boden zu werfen. Darüber hinaus wird das Ringen heute nicht mehr nackt ausgetragen. Ziel im Ringen ist es, den Gegner mit beiden Schultern auf die Matte zu drücken, auf der der Kampf stattfindet. Heute wird der Ringkampf über eine bestimmte Kampfzeit entschieden. Die Kampfrichter vergeben Wertungspunkte für die unterschiedlichen Griffe.

Gemäß des modernen Reglements des Weltverbandes FILA wird heute im Modus von drei Kampfrunden ausgetragen. In jeder Kampfrunde stehen den Sportlern zwei Minuten an Nettokampfzeit zur Verfügung um Wertungspunkte zu erkämpfen. Das Ziel ist der Gewinn der Kampfrunden. Sieger ist derjenige, der zwei Kampfrunden für sich entscheiden kann. Eine Runde kann vorzeitigen durch eine Fünf-Punktwertung bzw. zwei Drei-Punktwertungen gewonnen werden. Der Griechisch-Römische Stil ist weitaus technischer ausgestaltet, so wird jede Kampfrunde in eine Phase des Standkampfes und eine des Bodenkampfes unterteilt.

Der Schlüssel für eine erfolgreiche Gestaltung eines Ringkampfes liegt in der Beherrschung der Griffe. Bekannteste Griffe sind der Spaltgriff, der Paketgriff, der Armzug sowie der Kopfhüftschwung.

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