Sumo

Sumo ist eine japanische Kampfsportart mit einer über 2000 Jahre alten Tradition. Bis zum heutigen Tag wird der Ablauf eines Turniers sowohl bezüglich der Kampfregeln als auch der verschiedenen Rituale vor und nach dem eigentlichen Wettstreit praktisch unverändert beibehalten. Vereinfacht lässt sich Sumo als eine Art Ringkampf bezeichnen. Die beiden Kontrahenten stehen sich dabei in einem Kreis, welcher einen Durchmesser von genau 4,55 Metern hat, dem Dohyo, gegenüber. Ziel des Wettkampfes ist es, den Gegner durch Drücken, Werfen, genau festgelegte Schläge oder auch Überlisten dazu zu bringen, entweder aus diesem Kreis hinaus zu treten oder innerhalb des Kreises den Boden mit einem anderen Körperteil als den Fußsohlen zu berühren.

Somit ist es bei dieser Sportart nicht erforderlich, den Gegner ernsthaft außer Gefecht zu setzen. Trotzdem kommt es recht häufig zu Verletzungen, welche jedoch auf Grund genauester Festlegung der erlaubten Schläge und Griffe meist nur harmloser Natur sind. Sumo ist keine Sportart für leichtgewichtige Athleten. In den meisten Vereinen wird ein Mindestkörpergewicht von 100 Kilogramm vorausgesetzt, wobei es besonders vorteilhaft ist, wenn dieses in den Hüften und Schenkeln konzentriert ist. Dazu erfordert das Sumoringen eine kräftige Beinmuskulatur sowie ein hohes Maß an Beweglichkeit, Standfestigkeit und Reaktionsgeschwindigkeit. Eine gute Konzentrationsfähigkeit rundet das Profil des erfolgreichen Rikishi, so nennt man einen Sumokämpfer, ab.

Auch wenn in den letzten Jahren zunehmend Frauen Zugang zu diesem Kampfsport gefunden haben, wird dieser klar von männlichen Kämpfern dominiert. Sumo erfordert viel Selbstdisziplin. Ein regelmäßiges, am besten täglich zu absolvierendes Fitnessprogramm, welches aus Gymnastik und Dehnungsübungen besteht, sind für jeden Athleten eine Pflicht. Ergänzt wird dieses Training durch mindestens wöchentliche Übungskämpfe im Verein, und eine besonders eiweißreiche Ernährung. Sumo hat seine Wurzeln in religiösen Riten, was der Grund für das recht komplizierte Zeremoniell, welches die Wettkämpfe umgibt, sowie die unzähligen Kampfvorschriften ist. So kann sich der Neuling zwar recht schnell ein oberflächliches Bild der Kampfsportart Sumo machen, doch dürfte es sehr schwierig und zeitaufwändig sein, diese Sportart vollkommen selbständig zu erlernen. Sumo ist im weitesten Sinne mit Ringen und Judo verwandt. Diese Disziplinen gelten unter Fachleuten jedoch nicht als Alternativsportarten, da sie bedeutend schlankere und leichtgewichtigere Athleten erfordern.

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