Taekwondo

Taekwondo ist eine koreanische Kampfsportart, deren Name frei übersetzt etwa "mit Fuß, Faust und Geist" bedeutet. Sie ist vermehrt auf den dynamischen und schnellen Einsatz von Hand- und besonders Fußtechniken fokussiert. Der Sport selbst, der in vielen Teilen Deutschlands ausgeübt wird, teilt sich in mehrere Disziplinen auf: So beinhaltet der Formenlauf (auch Teul, Hyeong oder Poomsae) vorab eingeübte Bewegungsformen, die möglichst konzentriert und exakt vorgeführt werden, wogegen im Wettkampf Leicht- bis Vollkontaktkämpfe zwischen zwei Kontrahenten in Schutzkleidung ausgeübt werden. Auch Selbstverteidigungstechniken spielen eine Rolle, sowohl gegen unbewaffnete als auch gegen bewaffnete Angreifer.

Generell ist Taekwondo, wie viele andere Kampfsportarten auch, für alle Altersstufen von 6 bis 60 Jahren geeignet. Dennoch gilt auch hier, dass ab einem gewissen Alter eine sportärztliche Untersuchung dem Ausüben des Sports vorangehen sollte, da schnelle und teils ruckartige Bewegungen gefordert sind. Da diese aber meist vollkommen kontrolliert geschehen, besteht beim Taekwondo sogar ein geringeres Verletzungsrisiko als beispielsweise beim Fußball.

Die Zeiten, an denen Taekwondo trainiert wird, sind letztendlich natürlich jedem selbst überlassen. Trotzdem sollte mindestens alle zwei Wochen eine Übungsstunde stattfinden, um zumindest die "Grundschule" (grundlegende Techniken, Gymnastik und theoretische Grundlagen) regelmäßig in der Übung zu halten. Da auch meist mehrmals im Jahr eine Prüfung stattfindet, bei der theoretische und praktische Grundlagen sowie die Demonstration diverser Techniken (z.B. bestimmte Formenläufe oder Simulationskampf) abgefragt/geprüft werden, sollte das Training fortlaufend und regelmäßig stattfinden. Die Prüfungen dienen dazu, um in der Graduierung, die es in den meisten asiatischen Kampfsportarten gibt, aufzusteigen.

Taekwondo kann grundsätzlich mit Hilfe von Fachliteratur und diversen Veranschaulichen im World Wide Web in Theorie und Praxis erlernt werden; jedoch sollte immer auch ein ausgebildeter Trainer konsultiert werden, da sich in vielen Bewegungen sehr schnell Fehler "einschleichen", die nach jahrelanger Ausübung nur schwer zu beheben sind. Besonders auf die exakte und fokussierte Bewegung wird viel Wert gelegt. So ist es bei einem Faustschlag wichtig, das imaginäre Ziel genau in seiner Oberkörpermitte (dem Solarplexus, eine besonders empfindliche Stelle auf der Brust) zu treffen. Alternative Kampfsportarten zum Taekwondo wären zum Beispiel Karate oder Judo.

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