Variationen der Mixed Martial Arts

Die Mixed Martial Arts vereinen verschiedene Kampfstile und werden daher teilweise mit Vale Tudo oder Brazilian Jiu-Jitsu gleichgesetzt. In den Standkämpfen werden einzelne Techniken des Boxens, Kickboxens, Muay Thai und Karate integriert. Spezielle Umklammerungen sind dem Freestyle, Ringen, Sambo oder Judo entnommen. Im Bodenkampf werden zusätzlich Formen des Brazilian Jiu-Jitsu eingesetzt. Da es sich mit Mixed Martial Arts um eine relativ neue Namensgebung handelt, fällt eine Eingruppierung und Abgrenzung zu anderen ähnlichen Kampfsportarten schwer. Grundsätzlich wäre MMA eher als Profi-Ebene einzustufen, während sich daneben abgemilderte Amateursportarten etabliert haben.


Shooto wurde 1985 als "New Martial Art“ vom japanischer Wrestler Satoru Sayama entwickelt. Während des Kampfes werden relativ dicke Faustschützer getragen. Auch beim Shooto sind alle Schlag- und Tritttechniken und der Einsatz von Stößen, Würgen und Hebeln erlaubt. Angriffe, die hohes Verletzungspotential haben, sind verboten. Ziel ist es, den Gegner durch einen Knockout oder per Schiedsrichterentscheidung sowohl im Stand-up als auch im Bodenkampf zu besiegen. Aus dem Shooto haben sich sowohl das Shootfighting als auch das Shoot Boxen entwickelt. Die FILA fördert und reguliert die Amateur Mixed Martial Arts (MMA) unter dem Namen combat grappling. Ziel ist es, durch bestimmte Regeln ein sicheres Trainings- und Wettkampfumfeld gemäß olympischer Standards garantieren zu können und damit den Sport auch stärker als Breitensport oder Form der Selbstverteidigung zu entwickeln. Daher gehören zur Schutzausrüstung neben festen Hosen Kopfbedeckung, Schienbeinschützer und Handschuhe.

Ebenfalls als milde Form der Mixed Martial Arts unter dem Dach der FILA wurde das olympische Pankration entwickelt. Während in der Antike nur sehr wenige Einschränkungen gesetzt wurden, ist die heutige Pankration reglementiert und kann als sichere Einführung in MMA praktiziert werden. Techniken wie Würfe, Schleusen und Drosseln sind erlaubt, der Kopf ist als Ziel jedoch tabu. Pankration wird in Jacke und Hose zusammen mit gelgefüllten Handschuhen und Schienbeinschonern ausgeübt.

Nicht zu verwechseln ist das Pankration mit dem Mixed Martial Arts Pancrase. Dieses wurde 1993 in Japan von den Wrestlern Masakatsu Funaki und Minoru Suzuk als Promotion- und Showsportart begründet. Diese Form des Shootwrestling basiert auf dem amerikanischen Wrestling um 1900. Unter Hinzufügung weiterer Techniken wurde das sogenannte Hybrid Wrestling mit dem Anspruch als „vollständiger Kampf“ kreiert.

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