Variationen des Gatka Yoga

Meditation, Tanz, und Selbstverteidigung sind die Säulen des Gatka Yoga, der nordindische Kampfkunst der Sikhs. Geist, Verstand und Körper sollen in unterschiedlichen Ausdrucksarten bestmöglich zusammenspielen.

Am Ursprung der Entwicklung des Gatka Yoga liegen Ayurveda und Yoga aus denen sich wiederum die indische Kampfkunst Shastar Vidyaa (Shastar - Waffe und Vidyaa - Kunst/Essenz) entwickelte. Gatka Yoga ist auf den weiblichen Teil im Menschen bezogen, was in anmutenden Bewegungen deutlich wird. Der Aspekt der Selbtverteidigung beruht auf der Lebenssituation der Sikh, die sich als Bauern mit Gegenständen aus ihrem Alltag vertedigen mussten.

Aufbauend auf den Basisbewegungen (Pentra), tanzende, kreisende Bewegungen mit dem Körper ohne Hilfsmittel, gibt es verschiedene Variationen. Bei dem Stock-Pentra werden die Basisübungen mit dem Stock ausgeführt. Dabei wird der Stock abwechselnd mit der linken und rechten Hand geführt. Beim Doppelstock-Pentra wird mit zwei Waffen, eine in jeder Hand, gleichzeitig traniert. Dabei können nicht nur Stöcke, sondern auch Dolche und Schwerter verwendet werden. Bei dem Maorara wird nur ein Stock eingesetzt, der jedoch mit beiden Händen schnell und kraftvoll geschwungen wird. Als Steigerung des Maorara, dem Doppelstock-Maorara, werden die Bewegungen mit zwei Stöcken ausgeführt. Der Frontflick kann sowohl mit (zwei Stöcke) als auch ohne Hilfsmittel (rechte und linke Hand abwechselnd) ausgeführt werden. Während bei den vorherigen Variation vor allem die Hände eingesetzt werden, werden beim Chungji Escape (mit oder ohne Stöcke) Arme und Knie gleichzeitig benutzt.

Trotz der verschiedenen Variationsmöglichkeiten im Gatka Yoga gibt es keine Altersbegrenzung. Sowohl junge Kinder als auch Senioren können das ganzheitliche Training absolvieren. Um Körper und Geist bestmöglich aufeinander abzustimmen, sollten vor allem die Pentra regelmäßig konzentriert wiederholt werden. Erlernt werden kann Gatka Yoga in speziellen Gatka Camps, Workshops oder in Yoga Studios deutschlandweit. Die Seminarleiter sind mit ihrer Erfahrung ideale Trainer auf dem Weg zu einem schärferen Bewusstsein. Als Alternativen oder Ergänzung zu Gatka Yoga bieten sich darüber hinaus Ba-Gua-Zhang oder Tongbeiquan an, deren Basis der des Gatka Yoga sehr ähnlich ist.

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