Weltweit unterscheidet man folgende Stilrichtungen des Karate: 1) Shotokan Karate, 2) Wado Ryu, 3) Gojy Ryu, 4) Shorin Ryu, 5) Sjhito Ryu. Diese fünf Variationen unterscheiden sich im Wesentlichen durch Folgendes: Während das Erstgenannte von der Insel Okinava kommt und vom Großmeister Funakoshi 1939 der Öffentlichkeit erstmals präsentiert wurde, am etabliertesten als Technik ist und sich durch eine Aktivität des gesamten Körpers auszeichnet, wobei Tritte, Schläge und Blöcke den Hauptanteil der Karate Technik ausmachen, wurde der zweite Stil von Hironori Ohtsuka erstmals auch mit einer Angriffstechnik zu meisterlicher Kunst gebracht. Sie hatte zuvor viele Jahre als Großmeister des Jui-Jitsu zugebracht, Bereits 1922 wurde Sie anlässlich eines Sportfestes in Tokio von Funakoshi vorgestellt. Erst durch die Hinzunahme der Angriffstechniken, die sich Kumite Kihon und Kata nannten und vor allem beim Sparring angewendet werden wurde dieser Stil 1934 als selbstständige Karate Technik anerkannt.
Die dritte Technik stammt von alters her aus China und blickt auf eine mehr als 2000 Jahre alte Tradition zurück. Der Hauptschwerpunkt dieser Technik ist die Verbindung von weichem harmonischem Tanz mit der Härte des Kampfgeistes. Ziel ist eine Verschmelzung beider und mit dem Universum. In Europa fast unbekannt ist die vierte Technik, dagegen wird sie in den USA und Asien weitaus häufig angewendet. Shorin Ryu gilt als der direkte Vorläufer des modernen japanischen Karate. Ursprünglich war auch diese Technikvariante in China vom Krieger Matsumura als Methode des Sil Lum Loa ( Tempelkriegermethode) gegründet worden und die Leibwächter des Königs von Okinava wandten die Methode praktisch an. So kann man auch darin eine Verschmelzung alter Kampfkünste aus Okinava mit chinesischen Kampfkünsten sehen.
Die fünfte dieser Techniken stammt aus zwei Städten Okinavas (Shuri und Naha). Der Großmeister Kenawa Mabuni begründete diese Technik aus Elementen des Shuri-te und Naha-te Stils. Dieser zeichnet sich besonders durch die Gradlinigkeit der Bewegungen aus. Sjhito Ryu hat sich ganz besonders um die Erhaltung und Pflege dieser Kampftechniken verdient gemacht. Sportwissenschaftlich anerkannt ist die Tatsache, dass jede dieser Techniken sich anatomischen, motorischen und biomechanischen Gesetzen unterwerfen. Somit ist jede Technik abhängig vom Ausführenden. Diese Unterschiede kann man bereits Variation nennen.
Eine moderne Variante wäre das Kickboxen.