Variationen des Shaolin Kung Fu

Das Shaolin Kung Fu, dessen Ursprung im Kloster in den Songshan Bergen in der chinesischen Provinz Henan liegt, gilt als Wurzel vieler Kampfsportarten, besonders vieler unterschiedlicher Kung Fu Stile. Innerhalb des Shaolin Kung Fu selbst wird eine Vielzahl von Formen mit und ohne Waffen geübt. Tierformen, wie die des Kranichs, Tigers, Drachens oder viele mehr finden ebenso Beachtung, wie Formen des betrunkenen Stils, welche in den Bewegungen eine betrunkene, nicht vorhersagbare Person simulieren. Diese Kung Fu Stile werden teilweise isoliert vom Gesamtsystem trainiert und haben eigene Kategorien und Spezialrichtungen des Kung Fu hervorgebracht. Das gleiche gilt für die unterschiedlichen Waffenformen mit Langstöcken, diversen Schwertern, Kettenpeitsche oder Lanzen. In vielen Kung Fu Systemen trifft man auf diese Waffenformen, die sehr ähnlich oder auch in abgewandelter Form praktiziert werden, deren Wurzeln aber eindeutig im Shaolin Kung Fu zu finden sind. Isolierte Stile sind beispielsweise das Tang Lang System, welches sich der Nachahmung der Gottesanbeterin widmet oder Ying Zhao Quan, das auch als „nördliche Adlerklaue“ bezeichnet wird, und besonders spektakuläre Sprünge beinhaltet.

Ebenfalls ist das innere System, die Techniken das Shaolin Qi Gung, in verschiedenen Stilrichtungen zu finden. Es handelt sich um Übungen, die den Chi Fluss im Körper verbessern, die Gesundheit stärken und bestimmte Körperstellen abhärten.  Im Shaolin Kung Fu selbst wird es ebenso gehalten, dass man die Meisterschaft nur in einigen wenigen Stilen erreicht. Irgendwann legen die Schüler je nach Talent oder Ausrichtung einen Schwerpunkt auf verschiedene Formen und Aspekte.

Der Legende nach haben sich weitere Stile aus dem südlichen Shaolin heraus entwickelt. Dieses Kloster wurde jedoch vor langem zerstört und dessen Existenz ist nicht wirklich bewiesen. Südliche Kung Fu Stile wie das Wing Chun, Hung Gar oder Choy Lay Fut sollen ihre Wurzeln in diesem Kloster haben. Als moderne Abwandlung ist sicherlich das Shaolin Kempo zu nennen. Es verbindet Shaolin Kung Fu Techniken, insbesondere Bewegungen aus den Drachenformen, mit Bewegungen und Techniken aus japanischen Karatesystemen. Begründet wurde diese Disziplin durch einen Mongolen Ende der 30er Jahre, der sowohl zu chinesischen Klöstern und somit zum Kung Fu, als auch zu japanischen Karategroßmeistern Kontakt hatte.

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