Variationen und Alternative zum Dim-Mak

Beim Dim Mak handelt es sich um eine chinesische, genauer kantonesische, Kampfsportart, die auf dem Wissen um die sensiblen Punkte des menschlichen Körpers basiert. Übersetzt bedeutet Dim Mak die Kunst der tödlichen Berührung. Das Wissen um die energetischen sowie neurologischen Punkte des Menschen kann nicht nur zu Kampfeszwecken, sondern auch zu Heilzwecken eingesetzt werden. In der Kampfeskunst steht das Treffen der Vitalpunkte durch Stoß, Druck oder Schlag im Fokus. Neben Schmerzen können dem Gegner sogar zeitweilige Lähmungen oder Atemstillstände zugefügt werden. Im Extremfall kann auch der Tod eintreten. Zu den drei Säulen zählt neben dem Dim Ching, dem Wissen um die Neurologie und dem Dim Hsueh, dem Wissen um den Blutkreislauf, das Wissen um das Qi, die Lebensenergie. Insoweit besteht eine gewisse Nähe zwischen Dim Mak und Qi Gong.

Mit dem Dim Mak eng verwandt ist das so genannte Dim Mak Japans, das Kyusho Jitsu. Kyusho Jitsu bedeutet so viel wie die Kunst der Vitalpunkte. Allerdings ist diese traditonelle Kampfsportart Japans nicht mehr weit verbreitet und wird nur noch von einzelnen Gruppen betrieben. Weitere Verwandte des Dim Mak finden sich in Korea und Indien. In Korea wird noch das Kupso Sul oder Hyol Do Bop betrieben, in Indien ist das Marma Adi Teil des Kampfsportrepertoires.

Parallel zum Bergriff des Dim Mak wird unter der Bezeichnung des Kyusho Jitsu das Wissen um die sensiblen Energie-und Nervenströme des menschlichen Körpers zusammengefasst. Erst auf dieser Grundlage wird dann eine Kampfkunst entwickelt. Wie beim Dim Mak stehen Aspekte des Kampfes und des Heilens nebeneinander. Daher handelt es sich beim Kyusho Jitsu auch nicht um keine Kampfsportart im engeren Sinne, sondern auf der Wissensgrundlage über Akupunktur und Neurologie fußt erst die Kampfkunst. Oberste Maxime der im Wissen des Kyusho Jitsu Kämpfenden ist es durch Treffer die energetisch und neurologisch empfindlichen Punkte des Körpers zu schwächen. Auf diese Weise wird dem Gegner Schaden in Form von Schmerz, Störung seines Gleichgewichts bis hin zu einem zeitweise Bewusstseinsverlust zugefügt. Aus letzterem Effekt leitet sich die Bezeichnung des Kyusho Jitsu als Sekundenkampf ab. Die Anwendung des Wissens um die energetischen, neurologischen Ströme verbindet das Kyusho Jitsu mit dem Dim Mak.

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