Wasserboxen oder auch - Liu He Ba Fa - genannt, ist eine Kampfkunst. Einer Legende nach, soll diese Kampfkunst ihren Ursprung in China haben und ca. 900 Jahre alt sein. Den Namen Wasserboxen hat die Kampfkunst den drei Aggregatzuständen des Wassers zu verdanken. Dabei steht für den durchsichtigen Wasserdampf, die wirbelnden und oft nur schwer nachvollziehbaren, schlangenartigen Bewegungen des Bagua Zhang. Für das fließende Wasser stehen die weichen, fließenden Bewegungen des Tai Chi Chuan. Das starre und fest geformte Eis steht für die schnellen explosiven Bewegungen des Xingyi Quan. Somit vereint das Wasserboxen die Prinzipien der drei klassischen Inneren Kampfkünste Xingyi Quan, Bagua Zhang und Tai Chi Chuan.
Beim Wasserboxen wechseln sich geradlinige Fauststöße mit weichen, runden Bewegungen und spiralförmigen Fußtritten ab. Insgesamt gibt es beim Wasserboxen 66 Figuren und ca. 300 Bewegungen. Die Form der Kampfkunst ist dabei sehr lang. Die Sportart ist auch bekannt als
6 Harmonien und 8 Methoden Kampfkunst. Ferner hat Liu He Ba Fa ein eigenes 8 faches Qigong-System. Dabei handelt es sich um eine chinesische Meditations- und Bewegungsform. Zum Wasserboxen gehören aber auch Partnerübungen.
Die 6 Harmonien (Liu He) im Wasserboxen sind:
Die 8 Methoden (Ba Fa) im Wasserboxen sind:
Das Wasserboxen ist in Deutschland im Vergleich zu anderen Kampfkünsten noch weitestgehend unbekannt und wird nur von sehr wenigen Schulen gelehrt. Auch die Informationen über - Liu He Ba Fa - im Internet sind eher rar. Einige Links im World Wide Web verweisen jedoch auf entsprechende Kampfsportschulen, sodass Interessierte Personen sich dort kundig machen können. Abschließend sei erwähnt, dass Wasserboxen zu den komplexeren Kampfsportkünsten zählt. Dies sollte Kampfsportler jedoch nicht davon abhalten, an einem Probetraining teilzunehmen.