Wing Chun bezeichnet eine chinesische Kampfstilrichtung, dessen Wurzeln vermutlich auf ein chinesisches Kloster zurückzuführen ist. Die Kampfsportart Wing Chun hat sich demnach über mehrere hundert Jahre entwickelt, weiter ausdifferenziert und erreicht in der Gegenwart immer mehr Menschen. Die Technik und Prinzipien des Wing Chun beruhen weniger auf physischer, sondern deutlich stärker auf mentaler Kraft. Hier mag einer der Reize liegen, was diese Kampfrichtung so attraktiv erscheinen lässt. Die Kampfrichtung Wing Chun verspricht den Gegner demnach ohne physische Kraft, nur mittels geistiger Betätigung und Konzentration besiegen zu können. Trotz zunehmender Beliebtheit der chinesischen Kampfsportarten sind die Angebote noch nicht flächendeckend in der Bundesrepublik gedeckt, sodass hier ein Mangel an Angeboten zu verzeichnen ist. Dies ist wohl einer der wesentlichen Nachteile dieser Kampfkunst. Auch ein körperlich gut gebauter Kämpfer kann demnach von anderen leichteren Gewichtsklassen geschlagen werden.
Für das Erlernen der Kampfsportart ist allerdings in jedem Falle ein Höchstmaß an Disziplin erforderlich. Konzentration und mentale Kraft resultieren demnach aus einem jahrelangem Training. Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin sind demnach die Grundvoraussetzungen, wenn man sich für Wing Chun interessiert. Demnach sind ungeduldige Menschen in dieser Kampfsportart fehl am Platze. Ansonsten eignet sich der Sport aber für Jedermann, egal welchen Alters er sich befindet. Das Mindestalter kann hier etwa bei 4 Jahren angesetzt werden. Hingegen eignet sich die Kampfsportart Win Shu aber auch im besonderen Maße für Senioren, die ihre innere Mitte wieder finden und sich auch im Alter noch behaupten möchten. Dem Wing Chun liegen spezifische Prinzipien und Techniken zugrunde. Insgesamt existieren vier Prinzipien in der Kategorie Kraft, die wie bereit weniger die physische und umso mehr die mentale Kraft beanspruchen. Ziel ist es hierbei die Kraft des Gegners für sich zu nutze zu machen, in dem man sich zunächst von seiner eigenen Kraft distanziert.
Dies zeigt, dass Interessierte sich in jedem Fall auf die Esoterik des Kampfsportes einlassen müssen, wenn er überhaupt effektiv erlernt werden kann. Das auch die eigene physische Kraft eine, wenn auch unwesentliche Rolle spielt, zeigt sich daran, dass das letzte Kampfprinzip darin besteht, seine eigenen physischen Kräfte hinzuzufügen. Demnach muss nun die zuvor geschaffene Distanz wieder verringert werden. Die mentale Ausrichtung ist einer der Gründe, warum man beim Win Shu eher von einer Kunst als von einem Kampf sprechen kann.