Zen (Chan,chin.) ist eine im 5 Jh. n. Chr. entstandene spezielle Art des Mahayana-Buddhismus, der seinerseits sehr vom Taoismus beeinflusst wurde. Mönche haben diese Haltung verbreitet. So gilt auch die älteste Richtung der Zen-Kampfkunst, der des Zen Shaolin-Si Ordens heute als richtungsweisend und Traditionen bewahrend. Einerseits auf die Anforderungen ausgerichtet, die auf einen modernen Menschen heute warten, andererseits aber an die Kraft des Ursprung erinnernd, bietet den Kämpfern jenes Niveau an Techniken, das seinesgleichen sonst vermissen lässt.
Der buddhistischen Tradition entsprechend sind ganzheitliche Entwicklung das einzig erstrebenswerte des Menschen. Dadurch ist es auch kein Widerspruch, dass Zen als eigentlich meditative Haltung und Kampfkunst aufeinander treffen und als Einheit wirken. Damit reichen die chinesischen Kampfkünste weit über den eigentlichen Sport hinaus. Deshalb gibt es zwar für Zen Kampfkunst den Begriff des Wettkampfsportes nicht, wohl aber den des Kampfes. Dieser Kampfbegriff versteht sich in erster Linie als ein Kampf mit sich selbst, den eigenen Überwindungen zum Trainieren, Üben, etc. Dadurch wird genau die meditative Komponente angesprochen, von der zuvor bereits die Rede war.
Durch überzeugende Trainingsmethoden wird jeder Mensch individuell auf seine Bedürfnisse ausgerichtet trainiert und entwickelt sich individuell in seiner Kampfkunst und seinen Fähigkeiten fort. Dabei müssen aber weder geistige noch körperliche Überanstrengung ,ja gar Schäden befürchtet werden. In der Entwicklung zum Kämpfer liegt eine zivilisierte Form nicht eine Hinwendung oder gar Rückkehr zum Primitiven. Dadurch ist auch gewährleistet, dass immer das Streben zur absoluten Perfektion oberstes Ziel ist.
Der Zen-Kampfsport kann, nein soll bis ins hohe Alter ausgeführt werden können. Nur so kann diese permanente Perfektionierung tatsächlich umgesetzt werden, denn das Grundprinzip dahinter ist ein lebenslanges Lernen. Im Gegensatz zu europäischen Alterssportfrage (Reha?) geht man beim Zen Kampfsport davon aus, dass es keine körperliche Beeinträchtigung durch Alter gibt. Damit erweist sich diese Kampfkunst als eine der effektivsten Fitness und Präventionsmethoden, die gerade durch das Prinzip der Ganzheit nicht nur Körper, sondern auch Geist fit halten und vor den "normalen" Zivilisationsschäden Europas bewahren hilft. Wer mit 70 Jahren immer noch den Schwarzgurt trägt, ist ein ebenso guter Kämpfer wie einer, der ihn mit 30 Jahren erworben hat. Im Gegenteil, er wird perfekter.