
Nur der Augenblick zählt
Zen ist eine im fünften Jahrhundert in China entstandene buddhistische Strömung, die sich durch den Zustand meditativer Versenkung charakterisiert. Es bedeutet, das Leben in seiner gesamten Fülle zu leben - ohne ein besonderes Ziel und hindernde Gedanken. Die Übung des Zen-Schülers besteht darin, in tiefer Versunkenheit auf einem Kissen zu sitzen. Dabei sind die Beine übereinandergeschlagen, der Rücken gerade sowie völlig entspannt und die Hände ineinandergelegt, wobei sich die Daumenspitzen leicht berühren. Mit halbgeöffneten Augen bleibt der Blick fortwährend auf den Boden gerichtet. Es geht darum, sich voller Konzentration dem Augenblick hinzugeben, ohne Gedanken und Ablenkungen.
Die unfassbaren Weiten des Qi Gong
Qi Gong ist weit mehr als nur ein Sport aus China; es umfasst Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsformen, die dazu dienen, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Im Zentrum steht hierbei das "Qi", das die Emotionen des Menschen darstellt, seine Energie und den Atem. Wörtlich bedeutet es Luft, Dampf, Hauch sowie Kraft und Atmosphäre. So wenig greifbar für die meisten Westeuropäer sein Begriff erscheint, so viele Variationen umfasst Qi Gong. Wahrscheinlich gibt es über 1000 Richtungen, in Peking wurden offiziell etwa 100 anerkannt. Im Wesentlichen beruht Qi Gong nicht auf athletischen oder akrobatischen Meisterleistungen. Vielmehr geht es darum, seinen Atem zu kontrollieren, "im Fluss" zu bleiben. Die besten Übungsmöglichkeiten, ob nun zur Stärkung von Muskeln und Sehnen oder des inneren Ausgleichs, sollte man sich weniger aus Lehrbüchern und allgemeinen Kursen als vielmehr bei Trainern einholen, die mit dem Qi Gong weit über seine sportlichen Techniken hinaus verbunden, mit der chinesischen Philosophie und Medizin vertraut sind.
Das populäre Yoga
Yoga ist eine von sechs Schulen der indischen Philisophie sowie Oberbegriff einer ganzen Reihe physischer und meditativer Übungen. In der westlichen Welt wurde es in erster Linie durch die körperlichen Varianten des geistigen "Sich-Sammelns" oder der Kräftigung populär. In verschiedenen Einheiten werden den Schülern Tiefenentspannung, Atemübungen sowie Meditationstrainings derart vermittelt, dass sich ihre Vitalität und innere Gelassenheit vergrößert. Asanas heißen die verschiedenen körperlichen Übungen, wobei es zwölf Grundstellungen gibt, immer mit Blick auf eine bewusste Atmung. Dazu gehören beispielsweise schon das einfache aufrechte Stehen oder ein Kopfstand. Kurse und Literatur zum Yoga gibt es genug: etwa Yoga für Einsteiger, Yoga für zwischendurch oder für bestimmte Körperpartien - wie Rücken und Nacken.